| »Gewinnen lernen« – LuXemburg 1/2021 im Druck

Mai 2021

Manchmal verdichten sich gesellschaftliche Krisenmomente in einem einzigen Wort. So war »Coronapandemie« Wort des Jahres 2020, davor war es »Respektrente«, und 2018 »Heißzeit«. Es sind die Herausforderungen unserer Gegenwart: das Ringen um eine solidarische Pandemiepolitik und gute Daseinsvorsorge für alle, das Rennen gegen die Klima-katastrophe und der Kampf um einen Strukturwandel, der niemanden zurücklässt. Und das Wort des Jahres 2021? Derzeit scheinen »Kanzlerkandidatin«,»Schwarz-Grün« oder »Weiter-so« hoch im Kurs. Was, wenn am Ende doch alle von »Aufbruch« sprechen? Wenn 2021 ein Jahr der Erfolge wird, in dem die Linke mit Methode in die Offensive kommt und zeigt, dass sie sehr wohl gewinnen kann? Sozialistische Politik fällt nicht vom Himmel, sie ist Handarbeit. Drum gilt mehr denn je: Wir müssen das GEWINNEN LERNEN!
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| »Wir dürfen übrigens auch gewinnen«

Mai 2021
Gespräch mit Alexandria Ocasio-Cortez

Alexandria Ocasio-Cortez ist Fürsprecherin eines demokratischen Sozialismus und Mitglied  der Organisation Democratic Socialists of America (DSA), die in den letzten drei Jahren fast 10.000 neue Mitglieder gewonnen hat. Im Gespräch geht es um ihren Zugang zu sozialistischer Politik, ihre strategischen Prioritäten und darüber, was es braucht, um als Linke zu gewinnen.


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| Digitale Plattformen in der Gesundheitsversorgung – ein Beipackzettel

Mai 2021
Von Dominik Piétron

Im Gesundheitswesen ist ein Wettlauf um die Daten entbrannt. Statt einer marktgetriebenen Plattformökonomie gilt es öffentliche Infrastrukturen aufbauen, in denen Daten geschützt werden und deren Zugang demokratisch reguliert ist. 


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| Pronomen Busfahrerin. Fridays for Future goes Arbeitskampf

Mai 2021
Gespräch mit Rika Müller-Vahl und Paul Heinzel

Ihr seid in der Klimabewegung aktiv und habt eine Kampagne gemacht, um die Tarifrunde im ÖPNV zu begleiten. Warum?

Rika: Wir sind der Meinung, dass die Klimabewegung mit Beschäftigten zusammenarbeiten kann und muss. Und dass sich im Sinne einer »verbindenden Klassenpolitik« gemeinsame Interessen herausarbeiten lassen. Das gelingt nicht abstrakt, sondern in konkreten Kämpfen. Beim ÖPNV ist das Gemeinsame offensichtlich: Gute Arbeitsbedingungen sind die Voraussetzung für einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der wiederum zentral ist für die Verkehrswende insgesamt. Als klar war, dass ver.di 2020 in die Tarifrunde gehen wird, lag das Projekt auf der Hand.
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| »Die Mehrheit will eine Rekommunalisierung« – Kämpfe um das Uniklinikum Gießen/Marburg

Mai 2021
Gespräch mit Bettina Böttcher-Dutton, Johannes Eidens und Fabian Dzewas-Rehm
Vor 15 Jahren wurde die erste Uniklinik privatisiert. Nun könnte das Land Hessen Asklepios enteignen und das Uniklinikum Gießen/Marburg in öffentliches Eigentum zurückholen – das sagt ein neues Rechtsgutachten. Ein Interview über die Kämpfe am Klinikum Gießen/Marburg und die Perspektive der Beschäftigten


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Neue Klassenpolitik »

| Würde für alle. Überlegungen zu Jan Kortes »Die Verantwortung der Linken«

Von Florian Weis

Die Idee der Gleichheit ist ein linker Kerngedanke. Tatsächlich ist die Arbeiter*innenklasse durch alltagskulturelle Gräben und Kon­kurrenzverhältnisse gespalten. Eine Herausforderung für emanzipatorische Politik.

Jan Kortes Buch »Die Verantwortung der Linken« erschien kurz bevor die Coronapandemie auch Deutschland erfasste und seitdem die gesellschaftliche Diskussion dominiert. Die Pandemie hat alltägliche Potenziale von Solidarität und Empathie deutlich gemacht. Parallel dazu sind antirassistische Bewegungen in Deutschland in ermutigender Weise sicht- und hörbarer geworden. Gleichzeitig zeigen sich in der Pandemie aber auch die nachwirkenden neoliberalen Verheerungen; solidarische Erfahrungen treffen auf gegensätzliche Verhaltensweisen im Alltag. Die antirassistische Kraft wird getrübt durch Gefahren der Debattenschließungen. Manches ist also anders als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches von Korte, doch die meisten dort thematisierten Probleme und Bruchstellen bestehen fort.
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Sozial-Ökologie »

| Was bewegt die »Generation Greta«?

Von Max Lill

Die Lebenswelten von Jugendlichen sind von Klassenspaltungen durchzogen. Doch es gibt gemeinsame Hoffnungen, die sich von links ansprechen lassen.

Es gibt sie noch, die Hoffnung stiftenden Großtrends. Zu ihnen zählt die Rückkehr einer progressiven, aktivistischen Jugend auf die Bühne der Weltpolitik. Fridays for Future (FFF) ist dafür nur das offensichtlichste Beispiel und Teil eines längeren Zyklus, der im Nachgang der Krise 2008/09 begann.
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Re:Organisieren »

| Was Organizing (nicht) ist

Von Kalle Kunkel und Jana Seppelt

Es gibt viele Vorbehalte gegenüber Organizing. Sie helfen uns, zu klären, was das Konzept wirklich will und kann.

Organizing ist in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Schlagwort in linken Debatten, in der Gewerkschafts- und Stadtteilarbeit oder der Mieter*innenbewegung geworden. Die Bedeutung von Organizing-Ansätzen für die Entwicklung der Handlungsfähigkeit der gesellschaftlichen Linken ist dabei umstritten.
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